Was ist der Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht?

Dies ist der 2. Teil unserer Serie Versicherungen für Selbständige. Im vorigen Artikel habe ich bereits die wichtigsten Versicherungen für Unternehmer und Freelancer erwähnt. In diesem Artikel möchte ich genauer auf die Haftpflicht und ihre verschiedenen Formen eingehen.

Die Haftpflicht ist die Pflicht einem anderen Schadenersatz zu leisten, wenn dieser Person sachlicher oder persönlicher Schaden durch dein Verhalten oder Unterlassen entstanden ist.

Ein Beispiel: Du bist bei einem Freund zu Besuch und dir fällt aus Versehen sein Smartphone auf den Boden. Der Bildschirm ist kaputt und das Handy ist nicht mehr zu gebrauchen. Natürlich willst du deinem Freund den von dir verursachten Schaden bezahlen. Und genau hier springt dann die Versicherung ein. 

Beim Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung ist es beim Direktanbieter oft günstiger als beim Vertreter. Die Preisspanne der Versicherungsbeiträge liegt meist zwischen 70 und 150 Euro pro Jahr.

Eine typische Pflichthaftpflichtversicherung ist die KFZ-Haftpflichtversicherung.

So unentbehrlich wie die Haftpflichtversicherung im privaten Bereich ist, so ist sie auch im Beruf, besonders für Selbständige.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht und die Berufshaftpflicht sind im Grunde das gleiche – sie unterscheiden sich nur in ihren Bezeichnungen.

Wenn man einen produzierenden Betrieb hat nennt man es Betriebshaftpflicht. Wenn man vorwiegend Büroarbeit leistet und “Ideen” produziert, verwendet man die Bezeichnung Berufshaftpflicht.

Die Betriebs- bzw. Berufshaftpflichtversicherungen decken die gleichen Schäden, die auch eine Privathaftpflichtversicherung abdecken würde – der Unterschied liegt darin, dass der Schaden im Zuge der Berufsausübung entstanden ist (z.B. du stoßt das Handy deines Kunden vom Tisch).

Die Versicherungsbeiträge sind stark vom Betrieb und von der individuellen Situation abhängig, fangen jedoch meist bei 200 Euro an. Viele Versicherungsanbieter schließen auch eine Privathaftpflicht in die Berufshaftpflichtversicherung mit ein. Diese deckt oft jedoch nur den Unternehmer selbst und keine Familienangehörige.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung tritt dann in Kraft, wenn ein echter Vermögensschaden, im Gegensatz zu einem Personen- oder Sachschaden, auftritt.

Das kommt hauptsächlich in beratenden oder prüfenden Berufen wie z.B. Rechtsanwälte, Finanzberater oder Versicherungsvermittler vor. Diese sind zu so einer Versicherung verpflichtet!

Ein Beispiel: Du bist ein Unternehmensberater und rätst deinen Klienten einen zweiten Firmenstandort zu eröffnen. Diese Empfehlung war jedoch völlig falsch kalkuliert und hat dem Unternehmer große Verluste gebracht. Genau hier kommt die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ins Spiel.

Die Versicherungsbeiträge fangen meist bei 400 Euro / Jahr an und decken eine Summe von etwa 100.000 Euro.

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Bildquelle: Marvin Siefke  / pixelio.de &