Sirpa Mastall – Webdesign mit Herzblut

In unserer Erfolgsgeschichte vom Dezember erzählen wir euch von Sirpa Mastall (ww.sirpaswelt.de), einer engagierten Unternehmerin mit einer Bandbreite an Interessen und Könnem. Die Düsseldorferin designt Websites mit WordPress und berät UnternehmerInnen bei Webprojekten, aber auch bei der administrativen Arbeit im Büro.

Wir erleiden hier in Deutschland keine Not, werden nicht verfolgt oder ähnliches. Wir führen ein Luxusleben. Wir sollten das Beste daraus machen.

Was Sirpa die Selbständigkeit bedeutet, welche Tipps sie für selbständige Frauen hat und warum sie jedes Jahr in eine Region auf 4,500 Meter in Indien fährt, erzählte sie im Interview.

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Sirpa, erzähl uns ein wenig von deinem beruflichen Werdegang.

Angefangen hat alles mit der Ausbildung zur hauswirtschaftlich-technischen Assistentin. Danach folgten Jobs als Verkäuferin, Interviewerin der Marktforschung, Ausbildung zur Floristin, Fließbandarbeiterin, Schichtleiterin in der Produktion, Ausbildung zur Speditionskaufrau, Abteilungsleiterin, kleine Pause mit Arabisch-Studium im Jemen und anschließend Niederlassungsleiterin von zwei Standorten eines internationalen Konzerns.

Arabischlernen im Jemen, spanned! Wie war das?

Ich liebe diese Sprache und hatte immer schon einen Faible für die arabische Welt. Der Jemen hat mich besonders interessiert, da hier Hocharabisch gesprochen wird und das Land mich durch seine Kultur, Architektur und Andersartigkeit gefesselt hat. Speziell als Frau war das eine ganz besondere Erfahrung. Viele Frauen sind dort komplett verschleiert mit Tschador und Niqab; teilweise konnte ich als Ausländerin aber einfach nur ein Kopftuch tragen, das kommt eben auf die Region drauf an.

Was hat dich dazu veranlasst, dein eigenes Business auf die Beine zu stellen?

Ich hätte nie gedacht, dass es auch mir passieren könnte, aber nach zehn Jahren als Niederlassungsleiterin hat es mich dann erwischt: Burn-Out.

Nachdem ich das überwunden hatte, wusste ich, dass ich meine kreative Ader wieder ausleben möchte. Somit fing ich mit Webdesign und Büroservices an.

Mich triggern persönliche Herausforderungen, nicht Geld oder Prestige. Die Selbständigkeit gibt mir die Möglichkeit meiner Vielseitigkeit mehr Raum zu geben.

Kannst du uns deinen typischen Arbeitsalltag beschreiben?

Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich, genauso wie ich. Es gibt keinen typischen Alltag bei mir, da ich auch zu verschiedenen Zeiten arbeite; ganz individuell nach den Bedürfnissen der Kunden und meinen eigenen.

Die freie Zeiteinteilung ist das Beste an der Selbständigkeit. Wenn die Sonne scheint, gehe ich einfach raus an die frische Luft. Wenn mir nachts eine kreative Idee kommt, setze ich mich an meinen Rechner und fange an zu arbeiten.

Ich treffe immer auf unterschiedliche Ist-Zustände bzw. kann mich immer neu kreativ „austoben“ und lerne Menschen kennen die lieben was sie tun.

Aber die Selbständigkeit hält bestimmt auch Schattenseiten parat. Was sind die größten Herausforderungen für dich?

Das Alleinarbeiten stellt für mich als Teamplayer eine große Hürde dar, denn Kundenkontakt sowie Kundenprojekte finden auf einer anderen Ebene statt, als das Arbeiten im Team in einer Firma, wo man gemeinsam Projekte nach vorne bringt. Ebenso die rasante Entwicklung nicht nur im Webdesign, sondern auch von Hard-und Software macht es als One-Women-Show nicht leicht am Ball zu bleiben. Da gehört viel Weiterbildung dazu.

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Du triffst viele Solo- und KleinunternehmerInnen. Mit welchen Problemen haben diese zu kämpfen und wie hilfst du ihnen dabei?

Die meisten Sebständige konzentrieren sich in erster Linie auf ihr Kerngeschäft und denken nicht nach, dass sie auch noch andere Pflichten haben wie z.B. Administration. Spätestens nach zwei bis drei Jahren endet es dann im (Papier)-Chaos.

Ich vesuche erst mal ein klares Bild vom Business zu bekommen und gebe dann den Stups in die richtige Richtung. Ganz wichtig ist es, eine Struktur hineinzubekommen. Ich erkläre z.B. wie der Unternehmer seine Ablage am sinnvollsten und effektivsten strukturiert, digital oder analog.

Du hilfst anderen in Ihrem Arbeitsalltag. Doch wie hilft dir Zervant Rechnungsprogramm in deinem Arbeitsalltag?

Zervant ermöglicht mir schnelle Zeiterfassung für Kundenprojekte, sowie Rechnungs- und Angebotserstellung. Die Software gibt mir eine Übersicht der finanziellen Situation meines Unternehmens, und das auch noch optisch schön aufbereitet. Für mich als Ästhet sehr wichtig! Und dies immer von überall abrufbar.

Was hat Zervant was andere Rechnungsprogramme nicht haben?

Einfach eine sehr klare und überschaubare Bedienoberfläche, die sehr intuitiv zu bedienen ist. Kein unnötiger Schnickschnack und leicht verständliche Berichte, auch für Leute, ohne Buchhaltungserfahrung. Außerdem schätze ich den superschnellen und freundlichen Kundenservice – ein Unternehmen mit Zukunftsvisionen.

Abgesehen vom administrativen Aufwand, glaubst du das Deutschland ein gutes Land für Unternehmer ist?

Unsere Mentalität ist sehr auf Sicherheit bedacht, und dies betrifft zwei Seiten. Einerseits der Mensch als solcher, der finanziell abgesichert sein möchte mit Sozialversicherung usw., andererseits auch der Staat an sich, mit Vorschriften und Gesetzen, die es einem dann nicht leicht machen sich in der Selbständigkeit „zu versuchen“.

Was hierzulande nur negativ betrachtet wird ist, wenn man dann zum Beispiel gescheitert oder in Insolvenz gegangen ist. Ich sehe das anders. Da hat jemand den Mut gehabt und etwas versucht, hat nicht geklappt, jetzt steht er wieder auf und lernt dadurch. Ganz im Sinne von ‘Good times become good memories. Bad times become good lessons.’

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Apropos Mut: Viele Frauen scheuen davor zurück sich selbständig zu machen. Hast du eine Botschaft für sie?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Frauenpower braucht das Land! Also Mädels, bitte!

Wie unterscheiden sich weibliche Entrepreneurs von männlichen?

Ich glaube der Mehrheit der Unternehmerinnen ist es wichtiger sich selbst zu verwirklichen und Dinge zu bewegen, anstatt einfach nur des Einkommens wegen einer Tätigkeit nachzugehen. Ich möchte nicht einfach etwas verkaufen, um mein Einkommen zu erhöhen. Ich will meinen Kunden Mehrwert geben.

Holt euch Hilfe bei den Dingen, die nicht eure Stärken sind. Wir tendieren dazu alles lieber selber machen zu wollen, als zu delegieren. Aber wir sind nun mal nach wie vor keine „eierlegende Wollmilchsau“.

Ein Thema möchte ich noch ansprechen: Du leitest ein Spendenprojekt für ein Nomadeninternat in dem auf 4500 Meter hohen gelegenen Changtang Plateau in Ladakh, Indien. Wie ist es dazu gekommen?

Ich fahre nun schon seit vielen Jahren, jährlich nach Ladakh und habe mich in die Region und die Leute verliebt. Die Menschen wohnen dort sehr einfach, insbesondere die Changpa Nomaden tibetischer Herkunft. In ihrer Nomadenschule gibt es weder ein Strom- noch Telefonnetz, noch Leitungswasser.

Ihre Haupteinnahmequelle ist die kostbare Cashmere-Wolle. In Leh wird die Wolle dann von Ladakhis weiterverarbeitet und in Handarbeit u.a. zu wunderschönen Schals gewebt. Ich verkaufe diese Schals in meinem Atelier-Büro und sammle auch Spenden für die Nomadenschule. So können sie eine solide Grundbildung erlangen, um später beim Verkauf der kostbaren Wolle nicht von Händlern über den Tisch gezogen zu werden. So schließt sich der Kreis.Mehr Informationen zu diesem Projekt findest du hier.

Eine allerletzte Frage noch: Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Abgesehen davon, dass ich mein „Nomaden-Schulprojekt“ weiter voranbringen will, werde ich ein paar meiner Dienstleistungen in eine andere Richtung lenken. Ganz nach dem Motto: „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Heraklit von Ephesos

Sirpa, vielen Dank, dass du uns einen Einblick in das Leben eines World Citizen und in deinen Unternehmeralltag gewährt hast. Das gesamte Team von Zervant wünscht dir alles Gute und viel Erfolg mit deinen bunten Projekten!

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Bildquelle: http://sirpaatearth.com/

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