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Abschreibung eines neuen Firmenwagens–Anleitung mit Beispiel

Das ist der zweite Teil unser Mini-Serie zum Thema „Abschreibung“. In diesem Artikel sprechen wir über die Abschreibungsmöglichkeiten eines neuen Firmenwagens.

Im ersten Teil der Serie gehte es um die verschiedenen Abschreibungsmethoden. Der dritte Teil handelt von der richtigen Abschreibung deines gebrauchten Firmenwagens. Im vierten Teil findest du einen kostenlosen Abschreibungsrechner in Excel.

Ein Firmenwagen ist für viele Selbständige und Einzelunternehmer ein Muss. Das eigene Fahrzeug erleichtert nicht nur erheblich den Arbeitsalltag, sondern hinterlässt beim einen oder anderen Kunden einen guten Eindruck. Genau aus diesem Grund greifen viele Einzelunternehmer auch zu einem Neuwagen.

Der Kauf eines Autos ist einfach. Doch wie sieht es in den folgenden Jahren mit der Abschreibung aus? Wie und wie lange kann man den Firmenwagen abschreiben? Und was ist die 20-prozentige Sonderabschreibung? In diesem Artikel findest du Antworten zur richtigen Abschreibung deines Firmenwagens und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Beispiel.

So funktioniert die lineare Abschreibung beim Firmenwagen

 

1. Ermittlung der Anschaffungskosten

Um den jährlichen Abschreibungsbetrag deines Firmenwagens herauszufinden, musst du zunächst die vollen Anschaffungkosten deines Fahrzeuges ermitteln. Nicht nur der eigentliche Kaufpreis des Autos, sondern auch alle Sonderausstattungen (z.B.spezielle Scheinwerfer) und Zubehör (z.B. Navi) gehören zu den Anschaffungskosten.

abschreibung firmenauto

Falls du NICHT zum Vorsteuerabzug berechtigt bist, wird selbstverständlich auch die Umsatzsteuer als Teil der Anschaffungskosten angesehen und in der Berechnung des Abschreibungsbetrages berücksichtigt.

 


Beispiel (Teil1): Wir nehmen an, dass wir nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Für unser neues Auto haben wir 25.000 Euro (mit USt.) bezahlt. Auf die Ledersitze und die LED-Scheinwerfer konnten wir dabei auf keinen Fall verzichten, was uns wiederum 3.500 Euro extra gekostet hat. Um pünktlich bei unserem Kunden anzukommen ist natürlich ein Navigationsgerät für 100 Euro ein Muss. Die Anschaffungskosten unseres Firmenwagens betrugen insgesamt 28.600 Euro.


 

2. Ermittlung der jährlichen Abschreibung

Im nächsten Schritt ermittelln wir den jährlichen Abschreibungsbetrag, indem wir uns die durschschnittliche Nutzungsdauer eines PKWs ansehen. Das BMF gibt dabei praktische Richtlinien in Form von Abschreibungstabellen vor. Diese sind jedoch nicht rechtlich bindend – bei Nachweis einer erhöhten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (z.B. in Form eines Fahrtenbuchs) kann es auch zu einer anderen Abschreibungsdauer kommen.

Nach einer Änderung der allgemeinen Richtlinien des BMF über die Nutzungsdauer von PKW und Kombiwagen beträgt die Nutzungsdauer seit 01.01.2001 nun sechs Jahre.

 


Beispiel (Teil 2): Nehmen wir an wir haben unser Auto für 28.600 Euro im August 2014 gekauft. Die Nutzungsdauer beträgt somit 6 Jahre. Das bedeutet wir können jedes Jahr rund 17 % des Anschaffungswertes abschreiben, außer im 1. und 6. Jahr. Denn wie auch bei der linearen Abschreibung aller anderen Anlagegütern, spielt der Zeitpunkt auch bei der Anschaffung des PKWs eine Rolle bei der Abschreibung.

Abschreibungsbetrag Firmenwagen

Abschreibungsbetrag 2014: Da wir unser Auto im August gekauft haben und somit in diesem Jahr nur 5 Monate in Gebrauch hatten, dürfen wir nur diese 5 Monate in der Abschreibung geltend machen, nämlich 4.766,67 / 12 x 5 = 1.986,11 Euro.

Abschreibungsbeträge 2015 – 2019: In diesem Zeitraum schreiben wir den regulären Betrag von 4.766,67 Euro pro Jahr ab.

Abschreibungsbetrag 2020: Wie auch im ersten, dürfen wir im letzten Jahr nicht den vollen Betrag, sondern eben eine zeitanteilige Abschreibung vornehmen. Da wir unser Auto im August 2014 gekauft haben, können wir es bis August 2020 abschreiben. Somit können wir noch 7 Monate Nutzungsdauer von der Steuer absetzen, nämlich 4.766,67 / 12 x 7


 

Falls das Auto auch nach Abschreibung Firmenwagen
vollständiger Abschreibung als Firmenwagen weitergenutzt wird, kann man einen Erinnerungswert von 1 Euro in der Buchhaltung stehen lassen.

Wichtig! Falls du zum Vorsteuerabzug berechtigt bist, kann es bei der Abschreibung und beim Vorsteuerabzug oft zu Verwirrungen kommen. Bei der Abschreibung zählt nur der Zeitpunkt der Anschaffung, wohingegen beim Vorsteuerabzug der Zulassungszeitpunkt entscheidend ist.

 

3. Wie funktioniert die 20-prozentige Sonderabschreibung?

Eine zusätzliche Abschreibung von 20 Prozent kann im Erstjahr beansprucht werden, wenn

  1. der Firmenwagen im Kaufjahr und im Folgejahr zu mehr als 90 % betrieblich genutzt wird
    Zur Ermittlung der betrieblichen Nutzung benötigst du ein Fahrtenbuch. Die Anwendung der 1%-Regelung ist hierbei ungültig, da bei dieser von einer 30 % Privatnutzung ausgeht.
  2. UND dein Betriebsvermögen den Wert von max. 235.000 im Vorjahr aufwies (bei Bilanzierung)
  3. ODER dein Gewinn im Vorjahr max. 100.000 Euro betrug (bei EÜR).

Falls diese Vorassetzungen auf dich zutreffen, kannst du die Sonder-Afa in Anspruch nehmen und somit bereits im Anschaffungsjahr eine Abschreibung von max. 40 % durchführen.

 


Beispiel (Teil 3): Wir nehmen an, dass wir zur Sonder-Afa berechtigt sind. Somit ergibt sich im ersten Jahr ein Abschreibungsbetrag von 1.986,11 Euro (zeitanteiliger Abschreibungsbetrag) + 5.600 Euro (20 % des Anschaffungswerts) = 7.586,11 Euro. Damit ist unser Auto bereits nach 5 Jahren, statt 6 Jahren abgeschrieben.


 

Ich hoffe wir konnten mit diesem Artikel ein wenig Licht im Abschreibungsdschungel bringen. Falls dir dieser Artikel gefallen hat und du glaubst er könne auch anderen helfen, kannst du ihn gerne teilen. Über ein ‘Gefällt-Mir’ auf Facebook freuen wir uns auch wahnsinnig.

Bildquelle: Splitshire.com

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17 Gedanken zu “Abschreibung eines neuen Firmenwagens–Anleitung mit Beispiel

  1. Danke schön, der Artikel war klar und verständlich, sodass für mich nur eine einzige Frage anfällt:
    Was ist, wenn Kauf und Anzahlung im August erfolgten und aufgrund der Lieferzeit der Firmenwagen erst mitte Dezember geliefert wird?
    Setze ich dann ab August oder erst ab mitte Dezember (1/2 Monat) ab?
    Vielen Dank für die Antwort!

    Hääte ich die Sonderabschreibung vorher ankündigen müssen oder passiert das gemeinsam mit der Steuerabrechnung?

    • Hallo Herr Herzer,

      vielen Dank für Ihr Feedback. Es freut mich sehr, dass Ihnen der Artikel weiterhilft.
      So viel ich weiß brauchen Sie die Sonderabschreibung nicht extra anzukündigen, sondern können diese dann gemeinsam mit der Steuerabrechnung vorlegen.
      Sobald Sie den Kauf in Ihrer Buchhaltung angeben, sollten Sie auch in der Lage sein das Auto ab diesem Zeitpunkt abzuschreiben. Ich empfehle Ihnen jedoch dieses Thema mit Ihrem Steuerberater zu klären.

      Liebe Grüße
      Tanja

  2. Hallo Herr Herzer,

    vielen Dank für den sehr gut erklärten Artikel!
    Könnten Sie mir bei meiner Frage vielleicht weiterhelfen?
    Bedeutet das für meine Umsatzsteuererklärung, dass ich jeweil 19% Mehrwertsteueranteil des jährlichen Abschreibebetrages als MwSt.-Ausgabe angeben kann?
    Um in ihrem Beispiel zu bleiben: 4.766,67 Abschreibung pro Jahr und dementsprechend 1118,12€ Mehrwertsteuer-Ausgabe?

    Viele Grüße,
    Vera

  3. Guten Tag Herr Herzer,

    danke für Ihre sehr verständliche Ausführung. Dazu hätte ich noch eine weitere Frage.
    Da ich das über4 Jahre finanzierte Fahrzeug wahrscheinlich aus Altersgründen und Einstellung meiner Selbständigkeit als Kleinunternehmer nach den 4 Jahren zurückgeben werde, möchte ich die Abschreibung nur über 4 Jahre laufen lassen. Geht das?

    • Hallo Ursel,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Hierbei handelt es sich um einen Spezialfall, den du am besten mit deinem/deiner Steuerberater/in besprichst. Er/Sie kann dir hier bestimmt eine genaue und korrekte Auskunft geben.

      Alles Gute,
      Tanja

  4. Mich würde folgendes interessieren: MUSS eine GmbH einen Firmenwagen abschreiben oder KANN sie das das tun? Kann man die Abschreibung aussetzen bzw. einstellen, wenn der Buchwert des Firmenwagens in Etwa den Marktwert erreicht oder gar unterschritten hat – also keine vollständige Abschreibung auf 0 oder 1€?

    Hintergrund der Frage ist: ich habe eine Ein-Mann GmbH und die GmbH stellt mir ein Kfz zur Verfügung, für das ich ein Fahrtenbuch führe. Somit muss ich den Privatanteil lt. Fahrtenbuch privat versteuern. Je höher die Abschreibung, desto höher der privat zu versteuernde Anteil. Im Prinzip wäre es für mich also besser, eine so geringe Abschreibung wie möglich zu haben, um die private Steuerlast zu reduzieren. Klar, die GmbH hat dann keine ‚Kosten‘, die geltend gemacht werden könnten, aber unter dem Strich wäre das Modell „keine Afa“ für mich privat die bessere Alternative. Geht das?
    Markus

    • Hallo Markus,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Hierbei handelt es sich um einen Spezialfall, den du am besten mit deinem/deiner Steuerberater/in besprichst. Er/Sie kann dir hier bestimmt eine genaue und korrekte Auskunft geben und dir sagen, wie du die Abschreibung am Besten machen sollst.

      Alles Gute,
      Tanja

  5. Wenn das Fahrzeug abgeschrieben ist, kann ich es dann einfach „privatisieren“? Aus den Büchern nehmen für einen Euro? Später kann ich es privat verkaufen?

    • Hallo Karin,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Dein Fahrzeug kann privatisiert werden, jedoch kann das nicht durch den Buchungswert von 1 Euro geschehen.
      Die Entnahme erfolgt zum Zeitwert; das bedeutet, wie viel das Auto zu diesem Zeitpunkt wert ist. Ggf. wäre hierzu ein Gutachten zu erstellen (oder Schwacke-Bewertung). Hierdurch entsteht bei Buchwert „1€“ ein Entnahmegewinn. Ist das Fahrzeug mit Vorsteuerabzug gekauft worden ist die Entnahme auch umsatzsteuerpflichtig.

      Liebe Grüße
      Tanja

  6. Danke schön für den interessanten Artikel.
    Wir sind im Außendienst selbstständig unterwegs und fahren ca. 85000 km in Jahr.
    Kann dann die Abschreibung auf 3 Jahre erfolgen? wir haben fast immer das Auto nur 3-4 Jahre gefahren.
    Viele Grüße
    Konnie

    • Die Abschreibung erfolgt nach den vorgegebenen Abschreibungszeiträumen, für einen PKW-Neuwagen beträgt dieser 6 Jahre. Kann man einen anderen Nutzungszeitraum nachweisen (zB bei übermäßiger Abnutzung) werden manchmal auch kürzere Zeiträume akzeptiert. Bei PKW-Neuwagen ist dieser Nachweis jedoch schwierig, da die Autos selten nach 3-4 Jahren Schrott sind…
      Der vorhandene Restbuchwert wird bei Verkauf ausgebucht und mindert den Veräußerungsgewinn.

      Liebe Grüße
      Tanja

  7. vielen Dank für den sehr gut erklärten Artikel!
    Habe Sie aus versehen gefunden. Beabsichtige ins diese Food Geschäft einzustrigen und wie erreiche ich bitte Sie falls ich zukunftige Fragen habe ? Danke Elia

  8. „Der vorhandene Restbuchwert wird bei Verkauf ausgebucht und mindert den Veräußerungsgewinn.“

    Müsste meiner Meinung nach anders sein. (Hier unter der Annahme, es gäbe keine Mehrwertsteuer)
    Hintergrund ist doch: Man kann den Wertverlust über eine Zeit als Kosten geltend machen, quasi als Ausgaben, obwohl man in dieser Zeit von seinem Girokonto weder Zu- noch Abgänge hatte.
    Da sich der Wertverlust erst dann genau beziffern lässt, wenn man den Wagen nach Jahren verkauft, zwischendurch aber pro Jahr eine Steuererklärung stattfinden soll, hat der Gesetzgeber pauschal Absetzungsregeln getroffen, die aber am Schluss korrigiert werden. (Die Abschreibungen bzw. die Steuererklärungen werden nicht rückwirkend korrigiert, sondern im Jahr des Verkaufs wird der Restwert in einer bestimmten Form als Gewinn eingetragen und erhöht(!) die Steuerlast.)

    Neuwagen 18.000 Euro, pro Jahr werden 3.000 Euro abgeschrieben (6 Jahre)
    Wenn man seinen neuen Wagen über 6 Jahre abschreibt, am letzten Tag des 6. Jahrs einen Unfall mit Totalschaden hat und der Schrotthändler den Wagen nur noch „kostenlos entsorgt“, dann erfolgt keine Korrektur der Abschreibungen.
    Kein Gewinn, kein Verlust.

    Wenn man (ohne Unfall) nach 8 Jahren den Wagen für 2.000 Euro verkauft, dann hat man quasi 2000 Euro zu viel abgesetzt. Denn der Wertverlust ist nicht mehr 18.000 Euro sondern 16.000 EUR.

    Durch die pauschale Berechnung der Abschreibung pro Jahr hat man aber 18.000 Euro abgesetzt. Man hat dadurch in den letzten Jahren von 2.000 Euro KEINE Steuern gezahlt. (Bei Steuersatz von 42% + Soli hat man 0,4431 mal 2.000 Euro = 886,20 Euro NICHT zahlen müssen).
    Diese nicht gezahlten 886,20 Euro holt sich das Finanzamt jetzt zurück.
    Der zu viel abgesetzte Betrag (2.000 Euro) muss als Gewinn deklariert werden.
    Wenn im Jahr des Verkaufs denselben Steuersatz hat, bekommt das Finanzamt so genau diesen Betrag. Hat man sein Geschäft aufgegeben und keine Einkünfte mehr, dann würde man als Einkünfte genau diese 2000 Euro angeben und fällt damit deutlich unter die Steuerbemessungsgrenze von von knapp 9.000 Euro.

    Denselben Effekt hätte man gehabt, wenn man die ersten 6 Jahre nicht 3.000 Euro pro Jahr, sondern 2.666,66 Euro pro Jahr abgesetzt hätte. (6 mal 2.666,66 = 16.000 = tatsächler Wertverlust, setzt allerdings voraus, dass man im Besitz einer Glaskugel ist und am Anfang genau weiß, dass man in 6 Jahren genau 2.000 Euro erzielen wird, was natürlich unmöglich ist)

    Das klingt vielleicht kompliziert, denn man könnte auf die Idee kommen, dass der Verkaufpreis versteuert werden muss und gut ist.
    Das gilt aber nur dann, wenn der Wagen bereits vollständig abgeschrieben wurde.

    Wenn der Wagen innerhalb der Abschreibungfrist verkauft wird, dann geht es tatsächlich darum, wieviel bisher abgeschrieben wurde.
    Beispiel:
    Kauf: wieder 18.000 Euro
    Verkauf nach 3 Jahren zu 10.000 Euro.
    In den 3 Jahren Haltezeit wurden 3 Mal 3.000 Euro abgeschrieben, also 9.000 Euro.
    Nach dem Verkauf zu 10.000 Euro ist der tatsächliche Wertverlust 18.000 minus 10.000 = 8.000 Euro.
    Es wurden bisher quasi 1.000 Euro zu viel abgeschrieben.
    Deshalb muss ein Gewinn von 1.000 Euro eingetragen werden, also nicht etwa den Verkaufspreis von 10.000 Euro.
    Der Wagen darf natürlich nur 3 Jahre abgeschrieben werden, also nicht etwa nach de Verkauf 3 weitere Jahre abschreiben.

    Im Prinzip muss es so sein.
    Die Frage ist aber, ob vielleicht der Verkaufspreis als Gewinn eingetragen werden muss und man im Gegenzug den Wagen „zu Ende“ absetzen muss?
    Also den Wagen 3 weitere Jahre absetzen, obwohl man ihn gar nicht mehr hat?

  9. Ok, ich habe es jetzt.
    Ich habe immer den Eindruck, dass die Buchhalter zwar letztendlich das Richtige sagen, weil das Ergebnis stimmt, aber sie können es irgendwie nicht erklären.

    Was ich da oben geschrieben habe, ist schon der richtige Ansatz um es zu verstehen.
    Wie gesagt: Ursprünglich soll der Wertverlust abgeschrieben werden.

    Auf einer anderen Seite habe ich gefunden, dass der Buchwert vom Verkaufspreis abgezogen werden muss. Eine typisch auswendig gelernte Regel, die aber stimmt.
    Der Buchwert (das muss man natürlich wissen) ist der Restwert, den man in der AfA-Tabelle einträgt.
    Im o.a. Beispiel wäre der in die Tabelle eingetragene Wert des Autos nach 2 Jahren 18.000 Euro minus 2 mal 3.000 Euro = 12.000 Euro. Der Buchwert bleibt, egal, für welches Geld man den Wagen verkauft hat; das wäre der Verkaufswert.
    Wenn man in den Gleichungen herumwühlt kommt letztlich heraus:
    Einzutragender Gewinn = Verkaufwert minus Buchwert.
    In dem Beispiel mit dem Verkauf bei 10.000 Euro und zuvor 3 Jahre Abschreibung zu 3.000 pro Jahr ist der einzutragende Gewinn = Verkaufswert minus Buchwert
    gleich 10.000. Euro minus 9.000 Euro = 1.000 Euro.
    Meine Rechnung oben war also richtig.
    Und dann fällt auch jede weitere Abschreibung für diesen Wagen weg.
    Man hat 3 Jahre je 3.000 Euro abgeschrieben und weitere Abschreibungen gibt es nicht zu diesem bereits verkauften Fahrzeug.
    Ok, war jetzt etwas lang, aber ich denke mit den Beispielen kann man es gut verstehen und muss nicht zum Steuerberater laufen.
    Jetzt bleibt noch die Sache mit der Mehrwertsteuer.
    Also ich gehe davon aus (und so werde ich es machen), dass ich als Selbständiger einfach so tu, als wenn ich den Wagen zwar an einen Privatmann, aber mit (!) Mehrwertsteuer verkauft hätte.
    Ich werden dem Finanzamt also nicht einen Nettowert von 10.000 Euro als Verkaufswert angeben, sondern 8.403,36 Euro + 1.596,64 Euro MWST.
    Denn die MWST hatte ich ja beim Neukauf auch komplett als Vorsteuer eingereicht, dann muss ich sie natürlich jetzt auch komplett bezahlen.
    Es ist letztlich der Teil der MWST, die ich im Jahr des Kaufs „zu viel“ als Vorsteuer deklariert habe.

  10. Pingback: Neu muss nicht nagelneu sein - LKW kaufen - ben´s blog

  11. Hallo
    ich kaufe ein gebrauchtes Fzg (10 Jahre alt und Kpreis ca 12000,00€) mit Neuwert bei 90000 €, fahre privat mehr als 50% der gesamten Fahrleistung bei ca 40000km, welche optimale steuerliche Ausnutzung ist da zu empfehlen
    bin Steuerabzugsberechtigt, die km Pauschale von 0,3 E/km ist zu gering
    gruss
    rolf

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