Tipps zur Preisbestimmung deiner Produkte und Services

Zugegeben, es ist nicht gerade leicht ein Preisschild auf seine eigene Arbeit zu setzen. Wo fängt man am besten an?

Mit Produktpreisen tut man sich oft leichter, weil man durch den Einkauf bzw. durch die Produktionskosten bereits einen Anhaltspunkt hat. Mit diesem kostenlosen Rechner kannst du im Handumdrehen Verkaufspreise und Margen deiner Produkte berechnen.

Doch wie sieht es mit Dienstleistungen aus? Wie viel ist eine Stunde Arbeit wert?

Es gibt mehrere Faktoren die es bei der Preisbestimmung deiner Produkte und Dienstleistungen zu beachten gilt.

Und genau diese Faktoren werden wir in diesem Artikel durchgehen.

Preisberechnung Service

Was gilt es zu beachten?

Als SelbständigeR bist du selbst für dein Einkommen verantwortlich. Um ein nachhaltiges und profitables Business zu führen, müssen deine Einkünfte alle betrieblichen Ausgaben und selbstverständlich auch deine privaten Ausgaben wie Wohnen, Lebensmittel und anderes abdecken.

Bei der Preisfestsetzung solltest du mindest drei Faktoren beachten:

  1. Die Preise der Konkurrenz
  2. Die Ansicht deiner Kunden
  3. Deine fixen und variablen Kosten

Schauen wir uns die einzelnen Faktoren im Detail an:

#1 Die Preise deiner Konkurrenz

Es lohnt sich auf die Konkurrenz und deren Angebote sowie Preise zu achten. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dieselben Preise und Strategien anwenden sollst. Eine gute Marktanalyse gibt einen Orientierungspunkt zur Preisbestimmung.

Falls du ein kleines Extra anbietest, z.B. eine Garantie, zusätzliche Services, ein kleines Geschenk, oder etwas anderes das deine Konkurrenz nicht hat, kannst du auch einen höheren Preis verlangen.

Nicht nur du selbst, sondern auch deine Kunden setzen einen Preis auf deine Dienste und sind bereit das zu zahlen, was ihnen deine Services Wert sind.

#2 Die Ansicht deiner Kunden

Du bist vielleicht gerade erst in die Selbständigkeit gestartet und denkst du müsstest deine Preise niedriger ansetzen, da die Konkurrenz bereits viel länger im Geschäft ist und mehr Erfahrung hat als du.

Das ist eine sehr schlechte Strategie.

Warum?

Deine Kunden gewöhnen sich an deine Preise und eine Preiserhöhung könnte sie davor abschrecken deinen Service weiterhin in Anspruch zu nehmen. Besser ist es, von Anfang an den richtigen Preis festzusetzen.

Gleichzeitig kann ein höherer Preis deiner Produkte oder Services auch ein Zeichen für hohe Qualität sein. Im Gegensatz dazu könnten “Schnäppchenpreise” den Eindruck von schlechter Qualität machen.

Ein weiteres Probelm bei zu niedrig angesetzten Preisen ist, dass diese sich später nur schwer erhöhen lassen. Dagegen kann eine Preissenkung deine Stammkunden sehr glücklich machen.

#3 Fixe und variable Kosten

Beginne damit, alle deine direkten Kosten, also alle Kosten die im direkten Zusammenhang mit deinen angebotenen Produkten und Dienstleistungen stehen, aufzulisten.

Danach schreibe dir alle deine indirekten Kosten auf. Indirekte Kosten fallen nicht direkt für ein Produkt oder eine Dienstleistung an, sondern vielmehr bei der allgemeinen Aufrechterhaltung deines Business.

Das sind z.B. Telefon- und Internetkosten und Ausgaben für den Steuerberater. Oft vergessene Kosten sind auch Versicherungsbeiträge und Pensionseinzahlungen.

Eine kurze Liste mit möglichen indirekten Kosten:

  • Fixkosten wie z.B. Miete, Strom, Internet Telefon
  • Buchhaltung
  • Maschinen und Ausrüstung
  • Instandhaltungskosten für Maschinen
  • Kundenbesuche (können dem Kunden in Rechnung gestellt werden)
  • Marketing
  • Versicherungen

Das verschafft dir einen guten Einblick deiner Ausgaben und erleichtert die Preisbestimmung deiner Angebote.

Tipp: Hier und da treten immer wieder unvorhersehbare Kosten auf. Deshalb ist es wichtig sich dafür ein wenig Geld beiseite zu legen. Wenn du z.B. krank wirst und zwei Wochen außer Gefecht gesetzt bist, solltest du auch ohne Einkommen klarkommen können.


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