Rechnungen ins EU-Ausland: Verkauf von Waren

Eu product

Manchmal denkt man sich wirklich, ob durch den EU-Wirtschaftsraum die Dinge einfacher oder vielleicht doch noch ein Stückchen komplizierter wurden. Dies trifft vor allem auf steuerrechtliche Angelegenheiten zu. Angefangen von der Rechnungserstellung, über die Warenbeförderung, bis hin zu allfälligen Meldepflichten gibt es einiges zu beachten. Und die ewige Frage: Weise ich die Umsatzsteuer auf der Rechnung aus oder nicht?

In diesem Blog-Artikel erklären wir dir die wichtigsten Punkte, die du bei der Rechnungserstellung ins EU-Ausland bzgl. Warenverkauf beachten solltest.

Wenn du nach einem bequemen Weg zur Rechnungserstellung fürs In- und Auslands suchst, dann probiere doch Zervants kostenloses Rechnungsprogramm. Damit kannst du unbegrenzt kostenlose Rechnungen und Angebote an deine Kunden senden.

Rechnungen mit oder ohne USt.?

Für dich ist es wichtig zu wissen, ob dein Kunde ein Privatkunde (= Endverbraucher) oder ein Firmenkunde ist.

Privaten Personen, die im EU-Ausland ansässig sind, stellst du deine Rechnungen ganz normal mit USt. aus. Das heißt, dass du keine Unterscheidung zwischen deinen privaten Inlands- und Auslandskunden machen musst.

Bei Firmenkunden darfst du keine USt. in der Rechnung ausweisen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • der Empfänger ein Unternehmer mit gültiger USt.-IdNr. bzw. UID-Nr. ist
  • die Ware nachweislich in einen anderen EU-Mitgliedsstaat transportiert wurde
  • der Empfänger die Ware ausschließlich für sein Unternehmen erworben hat
  • die Ware vom empfangenden Unternehmen versteuert wird

Nachweis über die Beförderung/Versendung

Du als Lieferant bist dazu verpflichtet, Belege und Nachweise über die gelieferte Ware ins EU-Ausland zu erbringen.* Dies gilt jedoch nur bei steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen. Bei Lieferungen an Privatkunden im EU-Ausland werden diese nicht benötigt.

Hierbei unterscheidet man zwischen Warenbewegungen im Sinne der Beförderung/Abholung und Warenbewegung in Form von Versendung. Dabei benötigst du folgende Dokumente:

  • Beförderung: Doppel der Rechnung, Lieferschein und Empfangsbestätigung des Abnehmers
  • Abholung: Doppel der Rechnung, Lieferschein, schriftliche Versicherung des Abnehmers die Ware in das Land zu transportieren
  • Versendung: Doppel der Rechnung und Versendungsbeleg
 *Achtung! Diese Regelungen werden voraussichtlich im Sommer/Herbst 2013 geändert.

Was sonst noch auf die Rechnung muss

Eine Rechnung ins EU-Ausland hat die selben formellen Anforderungen wie eine normale Inlandsrechnung (kostenlose Rechnungsvorlage mit Anleitung), jedoch mit drei wichtigen Zusätzen:

  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer deines Unternehmens
  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer deines Kunden
  • einen Hinweis auf die Steuerbefreiung der Lieferung (z.B. steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung”
Vergiss nicht, deine steuergemeinschaftlichen Lieferungen gesondert in der Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung und in einer zusammenfassenden Meldung einzureichen.

Wie bei allen steuerrechtlichen Angelegenheiten gibt es leider unzählige Ausnahmen und Sonderregelungen, auf die wir hier jedoch nicht näher eingegangen sind.

Wozu für Rechnungen zahlen?

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