Rechtsformen für Einzelunternehmen – welche Rechtsform ist die richtige für mich?

GbR, GmbH, UG – der Weg zu Selbständigkeit ist voller Entscheidungen. Gerade die Rechtsform stellt für viele Gründer häufig ein Buch mit sieben Siegeln dar. Wir erklären euch daher hier, welche Rechtsformen es für Einzelunternehmen gibt, und warum ihr euch für welche entscheiden solltet.

Alleine entscheiden, alleine haften – das Einzelunternehmen

Die einfachste Unternehmensform ist das Einzelunternehmen, das wie der Name bereits sagt aus einer einzelnen Person besteht. Es kann sich hier entweder um einen Kleingewerbetreibenden, einen Freiberufler oder aber einen eingetragenen Kaufmann handeln. Zur Gründung eines Einzelunternehmens reicht meist schon die Anmeldung eines Gewerbes, außerdem ist kein besonderes Startkapital notwendig. Die Kosten für eine Eintragung liegen zwischen 20€ für ein Kleingewerbe und 300€ für ein Einzelunternehmen als Kaufmann. Der wesentliche Nachteil eines Einzelunternehmens liegt in der Haftung des Unternehmers: Er haftet hier uneingeschränkt mit seinem gesamten Vermögen, was auch sein Privatvermögen mit einschließt.

Haftungsbeschränkung gegen Startkapital – die GmbH

Die nach dem einfachen Einzelunternehmen am häufigsten gewählte Rechtsform ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH. Um eine GmbH zu gründen, muss ein Stammkapital von mindestens 25000€ vorhanden sein. Das Stammkapital dient als eine Art Sicherheit für potenzielle Gläubiger und darf nicht für die Geschäftstätigkeit verwendet werden. Die Gründung einer GmbH ist im Vergleich zu einem einfachen Einzelunternehmen mit größerem bürokratischen Aufwand verbunden. So muss etwa ein Gesellschaftsvertrag erstellt und notariell beglaubigt werden. Die Notarkosten für alle Formalitäten liegen hier bei etwa 800€. Dafür beschränkt sich die Haftung aber auch auf das Stammkapital, das Privatvermögen des Unternehmers ist davon ausgeschlossen und wird so geschützt.

GmbH ohne Startkapital – die UG

Eine Sonderform der GmbH ist die Unternehmergesellschaft (UG). Zum Gründungstermin ist hier theoretisch nur ein Stammkapital von 1€ notwendig. Während der ersten Zeit muss jedoch ein Viertel des Unternehmensgewinns zur Bildung des Stammkapitals verwendet werden, bis hier die für die GmbH vorgeschriebene Summe von 25000€ erreicht ist. Dann kann eine UG auch zu einer “normalen” GmbH umgeschrieben werden. Wichtig ist, dass eine UG und der Zusatz “haftungsbeschränkt” im Unternehmensnamen zwingend mit genannt werden muss. Der bürokratische Aufwand ist gleich der Gründung einer GmbH, auch die Haftung beschränkt sich auf das Stammkapital.

Wir hoffen, dass wir etwas Licht in den Rechtsform-Dschungel für Einzelunternehmen bringen konnten. Wenn ihr euch weiter informieren wollt, empfehlen wir euch die Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Und natürlich wünschen wir euch viel Erfolg beim Start in euere eigene Selbständigkeit!

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