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Ein Leben als Unternehmer – immer eitel Sonnenschein? Gründer erzählen

Was bringt Menschen dazu Unternehmer zu werden, wenn es doch auch das sichere Angestelltenverhältnis gibt? Zwei Gründer erzählen, wie sich Leidenschaft für das eigene Unternehmen anfühlt.

Marina Ekroos hatte nicht nur positive Vorstellunge von einem Leben als Unternehmerin. Sie wuchs in einer Unternehmerfamilie auf und machte sich aber wahrscheinlich gerade deswegen keine allzu großen Sorgen. Stattdessen baute sie zwei Unternehmen auf: Ekroos ist sowohl selbständige Fotografin als auch Gründerin und Geschäftsführerin von Frameright, einem Anbieter für eine Croppings-Software für Fotos. “Zuerst das Ein-Frau-Unternehmen und jetzt das Start-up haben mich zwei völlig verschiedene Typen von Unternehmertum gelehrt. Beiden gemein ist aber, dass Arbeit einen magisch anzuziehen scheint wenn man etwas tut, was einem persönlich wichtig ist”, stellt sie fest.

Diese Anziehungskraft spürt auch Eeppi Nieminen, Gründer und Geschäftsführer der Softwarefirma Coachvilla, die Dienste für das Karrierecoaching anbietet. Als Kind einer Familie von Angestellten kam ihm als junger Mensch ein Leben als Unternehmer nicht direkt in den Sinn. Nach seinem Studium im Bereich Innovationsmanagement verstand er jedoch zunehmend die Rolle von Unternehmen als Förderer und Stütze für gesellschaftliche Entwicklungen.

Hinter jeder Ecke eine neue Lektion

Es ist erwiesen – und verständlich – dass Unternehmer im Durchschnitt eine größere Leidenschaft für ihren Beruf haben als Angestellte. Sowohl Ekroos als auch Nieminen empfinden die von ihnen geleistete Arbeit als sinnvoll.

“Bei Frameright ist es für mich wichtig, eine visuelle Kultur zu ermöglichen. Das ist das, was mich antreibt. Beim Fotografieren tanke ich durch die kreative Arbeit Energie”, sagt Ekroos.

Nieminen seinerseits genießt es, mit transformativer Lerntechnik zu arbeiten: “Ich nutze die Technik, um mentale Ausgeglichenheit und das innere Wohlbefinden zu verbessern. Ich kann also Dinge verbessern, die mir besonders wichtig sind.”

Aber natürlich hat ein Leben als Unternehmer nicht nur positive Seiten. Beide müssen in ihrer täglichen Arbeit immer wieder neue Hürden meistern und fortwährend dazulernen. Für Ekroos bedeutet zum Beispiel bereits der Versand einer einzelnen Rechnung ins Ausland eine Menge Recherche vorab. “Es gibt jeden Tag neue Überraschungen und hinter der nächsten Ecke wartet schon wieder etwas Neues”, sagt sie lachend.

Eine der größten Überraschungen für Nieminen war zum Beispiel, wie viele Faktoren man bei der Planung beachten muss. Die Umsetzung seiner Pläne ist dabei für ihn wie die berühmte Schachtel Pralinen: Man weiß nie so genau, was man bekommt. Egal wie vorbereitet man ist, es taucht doch immer etwas auf, worauf man schnell reagieren muss.

Mein Chef kann mir nicht kündigen

Sowohl die positiven als auch die negativen Seiten eines Lebens als Unternehmer können nach der Meinung von Ekroos in einem Wort zusammengefasst werden: Freiheit. Wenn jederzeit alles passieren kann, muss man seine eigenen Regeln schaffen. “Man muss lernen zu priorisieren”, merkt sie an.

Der Kampf um die richtige Priorisierung kennt auch Nieminen zu gut. Obwohl die Übergänge zwischen Arbeits- und Freizeit häufig fließend sind, freut sich Nieminen, wenn er viel zu tun und auch mal Stress hat. “Ich darf wenigsten selbst wählen, womit ich mich beeilen muss”, sagt er lachend.

Ein Unternehmer ist auch sein eigener Chef. Ekroos merkt lachend an, dass ihr Chef sie nicht feuern kann – aber auch, dass er nie aufgibt oder etwas unvollendet lässt.

Für Nieminen ist es ebenfalls eine Herausforderung, sein eigener Chef zu sein. Das Ganze setzt Selbstorganisation und Zielstrebigkeit voraus. Gleichzeitig möchte er aber trotzdem weiter daran arbeiten, sich selbst und seinen Angestellten gegenüber verständnisvoll zu sein.

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